Ehemalige Teilnehmer berichten über ihre Erfahrungen mit dem Multimedia Transfer (MMT).
Interview mit Frank Schefter, Geschäftsführer Lecture Systems AG, Zürich
Bitte beschreiben Sie kurz das Projekt, mit dem Sie beim MMT erfolgreich waren.
«SpeakAndPlay» ist die einzigartige Gesamtlösung, die es ermöglicht, auf einfachste Art und Weise Inhalte zu präsentieren und einem breiten Publikum zusätzlich über Internet oder andere Medien zur Verfügung zu stellen.
Bestehend aus dem preisgekrönten Dozentenpult «SpeakersCorner» und der Vorlesungsaufzeichnungssoftware «PLAY» erleichtert «SpeakAndPlay» dem Dozenten die Wahl der Mittel, auch ohne komplizierte technische Kenntnisse. «PLAY» vereinfacht die aufwändigen und repetitiven Vorbereitungs-, Produktions- und Nachbearbeitungsschritte des Produktionsprozesses für die Aufzeichnung von Präsentationen. «PLAY» ist sehr einfach vom Kameramann aus zu bedienen. Der Dozent selbst hat dadurch vollkommen freie Wahl im Präsentationsstil und/oder seiner Versuchsanordnung.
In welchem Rahmen entstand Ihr Projekt?
Schon vor einigen Jahren an der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) . «SpeakersCorner» das multimediale Rednerpult, entstand als Idee des Instituts für Produktentwicklung an der ETH unter Leitung von Professor Markus Meier und wurde in drei Prototypen weiter entwickelt. Auch eine Diplomarbeit war Bestandteil dieses Prozesses hin zum nun offenen System.
Im Rahmen von ETH World 2003 wurde eine Gesamtlösung für den Einsatz neuer Medien in Lehre und Forschung gesucht. Dabei sollte einem Konzept aus Sicht der Dozenten und aus Sicht der Verantwortlichen der IT und Hörsaalverantwortliche und den Bedürfnissen des Hochschuleinsatzes besonders Rechnung getragen werden. Das Network for Educational Technology der ETH, NET, spielte bereits die tragende Rolle bei der Entwicklung der Software «PLAY».
Mit ETH World 2003 war der Startschuss zur Zusammenführung von «SpeakersCorner» und «PLAY» gefallen.
Dennoch war von Beginn der Entwicklungsarbeiten klar, dass die Produkte zu vermarktbaren Produkten weiter entwickelt werden sollen. Die ETH übergab diese Aufgaben der eigens dafür gegründeten Firma Lecture Systems AG. Der Bezug zur ETH und zum Hochschuleinsatz ist und bleibt sehr eng - die Zusammenarbeit wurde auch vertraglich geregelt. Ohne die enge Zusammenarbeit mit dem NET und dem ZPE wäre die Entwicklung zu «SpeakAndPlay» nicht möglich gewesen.
In welchem Jahr nahmen Sie am MMT teil?
Wir bewarben uns 2002 und waren 2003 unter den Finalisten, beim MMT 2004 traten wir als Nachwuchspreisstifter auf und 2005 werden wir als Sachsponsor dabei sein.
Wie sind Sie auf den MMT aufmerksam geworden?
Durch das NET, die Ausschreibung an der ETH und Studenten des Projektes.
Wie hat sich Ihre Messepräsentation als Finalist auf die Weiterentwicklung Ihres Projektes ausgewirkt? / Welche Erfahrungen sammelten Sie auf der Learntec?
Wir haben schon 2003 sehr gute Kontakte aus dem Bereich Industrie, Corporate Universitäten und höhere Bildung knüpfen können. Die Learntec hat sich als Treffpunkt unserer Zielgruppe entwickelt. Die Zahl der positiven Impulse an unserem Messestand übertraf jegliche Erwartungen. Wir haben ja schon im Vorfeld der Learntec 2003 einen Preis - den Dyson Students Award für Innovation und Industriedesign - erhalten und die Teilnahme als Finalist des MMT gab uns noch mehr Auftrieb. Unser Ziel nach der Messe 2003 war es, unsere Lösung weiter zu perfektionieren und im Jahr 2004 mit einer Firmengründung und einem marktreifen Produkt anzutreten. Das haben wir mit der Gründung der Lecture Systems AG und als Sponsor des MMT 2003 getan.
Wie beurteilen Sie den MMT als Plattform für Studierende, junge Wissenschaftler/-innen, Absolventen/-innen und junge Selbstständige?
Ich finde, dass Plattformen wie der MMT noch mehr Unterstützung bekommen sollten. Der MMT ist das Sprungbrett für innovative Ideen und auch ein Schmelztiegel für konzeptionelle Gedanken. Das zeigte allein die Tatsache, dass im letzten Jahr der Hauptpreis an eine Designstudie mit sehr gutem Konzept vergeben wurde, ohne dass ein eigentlich fertiges Produkt demonstriert wurde. Die Tatsache, dass hier Studenten mit dem realen Markt in Berührung kommen, kann sich nur belebend für alle auswirken. Deshalb werden wir den MMT mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln weiterhin unterstützen.
Warum unterstützen Sie den MMT als Nachwuchspreisstifter (2004) und als Sachsponsor (2005)?Wie bereits gesagt: Unsere Wurzeln liegen im Studentenumfeld. Wir haben einerseits vom MMT große Unterstützung in den Jahren unserer Projektentwicklung bekommen und wollen einen kleinen Beitrag davon zurückgeben. Wir versprechen uns auch im Jahr 2005 durch die Möglichkeiten unsere Produkte an der Learntec zu platzieren gute Chancen auf weitere Kontakte in der höheren Bildung. Der Stand des MMT ist ein gutes Aushängeschild für Sponsoren, denn dort werden die Ideen und Technologien der Lehre von Morgen präsentiert.
Weitere Informationen zu Lecture Systems AG finden Sie hier.