santo domingo de silos

Blick auf einen Flügel des Kreuzgangs mit seinen Doppelsäulen, selten auch Vierergruppen von Säulen

"Jeder, der einen Sinn für die spanische Romanik hat, wird beglückt sein über den Kreuzgang der Klosterkirche von Santo Domingo de Silos. Die unvergleichliche künstlerische Anmut tröstet über den Anblick der verfallenen Mauer hinweg.
Ferdinand I. schickte 1041 den Abt von Cañas und San Millán hierher mit dem Auftrag, die alte westgotische Abtei zu erneuern. Dieser Abt war Santo Domingo; er starb hier 1073 nach einem an Wundern reichen Leben. Nach seinem Tod entfaltete das Kloster ein intensives künstlerisches Leben. 1088 wurde die Kirche eingeweiht, eine Kirche mit drei Schiffen und einer Kuppel. Der ursprüngliche Bau wurde im 17. und 18. Jh. (bis 1816) umgebaut; nur das Finanzierungsproblem schützte den Kreuzgang vor dem Umbau. Das Kloster wird von Benediktinermönchen bewohnt. Der Klosterhof ist zweistöckig gebaut und schließt einen Garten ein. Ein Erlebnis ist der untere Kreuzgang. 138 Doppelsäulen mit doppelten Kapitellen <manchmal auch Vierergruppen von Säulen!> tragen 60 Rundbögen; die vier Ecken des Hofes sind durch marmorne Flachreliefs festlich hervorgehoben. Man datiert das Ganze um 1086-1100. Dass das Kloster muselmanische Sklaven hatte, weiß man. Sollten sie an der Skulptur des Kreuzgangs mitgearbeitet haben? Die Doppelkapitelle stehen in keinem Bezug zu der Kunst dieser Gegend; manches klingt an Moissac an; das graphische Konzept ist zweifellos mudejarischer Herkunft: die gefesselten Vierfüßler, die erwürgten Vögel, im Lianennetz gefangen; wie da Fell und Gefieder dargestellt sind, das zeugt von virtuosem Geschick. Von den acht großen Marmorarbeiten in den Ecken des Klosterhofs stammen sechs vermutlich aus dem 11. Jh.: Kreuzabnahme, Grablegung, Auferstehung, Emmaus und Der ungläubige Thomas. <Grablegung und Auferstehung gehören zu einem Relief; einen Marmorblock, den ersten Eckpfeiler, benennt dieser Führer überhaupt nicht!> Diese Marmorreliefs stammen nicht von dem <nur ein Meister?> Künstler der Kapitelle. Die erzählerische Farbigkeit und Bewegung hat nichts ihresgleichen. ... An den beiden übrigen Flachreliefs (Verkündigung, Jesse-Baum) und im oberen Kreuzgang ist ein ganz anderer bildnerischer Stil des 12. Jh. wirksam."

DuMont: SPANIEN, Bildatlas der Spanischen Kunst, S. 118

 

Lage

Straßenschild

Blumenkästen

Weihnacht

Spes mea

Schönes Hauswappen

Haus

Kapitelle

Hinweisschild

Kreuzgang

Eckpfeiler 1

Himmelfahrt

Taufe

Eckpfeiler 2

Emmaus

Thomas

Grablegung

Kreuzabnahme

Eckpfeiler 4

Verkündigung

Gnadenstuhl

Fußboden vor 1.  Eckpfeiler

Heimsuchung und Weihnacht

Heimsuchung

Verkündigung an die Hirten und Flucht nach Ägypten

Verkündigung an die Hirten

Abendmahl

Flechtwerk

Engel mit Hunden

Löwen mit pickenden Vögeln

Monstervögel mit Teufelsfratzen

Gesicht eines Vogelteufels