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Das Bild links
zeigt das Kloster Leyre von Norden kurz nach dem Sonnenaufgang. Im
Hintergrund erkennt man die Embalse de Yesa, den Stausee des Río Aragón.
"Die Abteigebäude (17.-18. Jh.) sind
seit kurzem <Stand 1968!> wieder von Mönchen bewohnt. Der Kreuzgang
ist verschwunden, die Kirche ist vollständig erhalten. Von der Kirche San
Salvador wurde schon Mitte des 9. Jh. gesprochen, zu historischer
Bedeutung gelangte das Kloster unter Sancho III. (1001 bis 1035) und
García IV. (1035-1054). Die Krypta war Pantheon <Grablege> der
Könige von Navarra; kein Wunder, dass San Salvador den Adel eines
königlichen Bauwerks hat.
Aus dem 9. Jh. stammt die Krypta. Das schwere, gedrungene Gewölbe - das
die ganze Kirche zu tragen hat - ruht auf eigenartig kurzen
Säulenschäften mit mächtigen kubischen, derb geschnittenen Kapitellen.
Die drei Apsiden und die ersten beiden Joche der drei Schiffe wurden 1057
geweiht: eine strenge, schmucklose Romanik. Über dem ersten Joch auf der
Südseite erhebt sich der Turm. Die ungewöhnliche Größe der Quader
verleiht dem Gebäude grandiose Kraft. Aus dem 12. Jh. stammen die
Kapitelle der Fenster, das Südportal und das Westportal. Am Westportal
ist, der jahrhundertelangen Erosion zum Trotz, die Meisterschaft der
spätromanischen Skulptur deutlich geblieben: da sind phantastische Vögel
mit Riesenschnäbeln und Löwen mit Affenköpfen versammelt, ganz im Stil
des berühmten Maestro Mateo von Santiago; ... - das Ganze wirkt wie ein
Widerschein von der Puerta de las Platerías in Santiago. Das 13. Jh. hat
schließlich die Kirche vollendet. So geht der dreischiffige romanische
Ostteil über in nur ein Schiff im Westen - einen meisterhaften,
kreuzrippengewölbten Raum."
DuMont: SPANIEN, Bildatlas der Spanischen
Kunst, S. 260
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