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Rathausgiebel mit
den Wappen von Navarra (Kettenrad) und von Pamplona
"Bei der Verteidigung der Stadt
Pamplona gegen die Franzosen (1521) wurde der junge Iñigo Lopez de
Recalde verwundet; Spanien verlor einen Offizier und gewann einen Asketen:
den hl. Ignatius von Loyola. Man ist versucht, sich das Ereignis oben auf
den Mauern der Festung vorzustellen, von wo man eine herrliche Aussicht
über den Río Arga auf das Gebirge hat. Doch die Zitadelle entstand erst
1551.
Die Kathedrale, eine der bedeutendsten Schöpfungen der spanischen Gotik,
liegt verborgen hinter einem klassizistischen Portikus mit acht riesigen
Säulen, den Ventura Rodríguez 1783 erbaute. Auch die Kathedrale war
romanisch; als sie 1390 einstürzte, ließ Karl der Edle (1387 bis 1424)
die Kirche im Stil der französischen (oder königlichen) Gotik neu
errichten. Die damaligen Könige von Navarra waren Franzosen, so auch ihre
Architekten. Erst 1512 drängte Ferdinand II. die französischen Könige
hinter die Pyrenäen zurück. - Die Kathedrale ist eine dreischiffige
Basilika; an die Seitenschiffe schließen sich, zwischen den
Strebepfeilern, Seitenkapellen an. Hinter der Apsis liegen vier
sechseckige Chorkapellen. Man kann das Bauwerk nicht umschreiten, denn es
geht auf einen Abhang zum Río Arga hinaus. Der im 14. Jh. begonnene, im
15. Jh. vollendete Kreuzgang mit seinem fein gewobenen Fensterwerk hat
etwas Beschwingtes. ... Portale, Säulen und Tympanons <sic!> sind
Arbeiten der Hochgotik des 14. Jh. Berühmt ist am Kreuzgangsportal
das farbig bemalte Basrelief des Marientods.
Der Palacio de la Diputación ist
architektonisch wenig interessant. ... Das Rathaus aus dem späten 17. Jh.
hat eine hübsche Fassade mit drei Balkon-Rängen, mit Säulen, Statuen
und Balustraden."
DuMont: SPANIEN, Bildatlas der Spanischen
Kunst, S. 266 und 268
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