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Santo Tomás de las
Ollas, Blick aus dem Schiff in die Apsis
"Spielzeughaft genau und darum wenig
authentisch wirkt das Schloss, das die Templer 1218 zum Schutz der Pilger
nach Compostela errichteten. Dabei ist es, wenn auch zum Teil Ruine, von
gewaltigen Ausmaßen - runde und quadratische Türme, mit Wachtürmen und
Pechnasen, ragen rings herum; nur die Zugbrücke ist verschwunden. Von dem
Templerkloster, das die Mauern umschlossen, ist beinahe nichts erhalten
geblieben.
Am Fuß des Schlossberges breitet sich in überraschendem Gegensatz die
moderne Industrie aus. Vor Ponferrada begegnet uns die kleine mozarabische
Kirche Santo Tomás de las Ollas (10. Jh.). Der Grundriss ist originell:
das rechteckige Schiff geht in eine kreisförmige bis ovale Apsis über
(kaum 6,60 m in der Achse); hufeisenförmige Arkaden ruhen auf
quadratischen Granitpfeilern; von außen erscheint der Chor rechteckig, er
trägt eine polygonale Kuppel. Santo Tomás gehörte zum Kloster San Pedro
de Montes, das 20 km südlich Ponferrada an einer Bergstraße vor dem
Monte Aguiana (1848 m) liegt."
DuMont: SPANIEN, Bildatlas der Spanischen
Kunst, S. 30
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