Botanische Exkursion: Frühblüher zwischen Weinberg und Waldrand
Weinberge stellen eine interessante und teilweise vielseitige Kulturlandschaft dar. Je nach Bewirtschaftung und Pflegephilosphie finden sich fast kahle Flächen in den Rebzeilen, Grasbewuchs oder eine reichhaltige spezielle Weinbergsflora aus einjährigen Kräutern und Geophyten. Die Gliederung durch Trockenmauern, Gebüschsäume, wegen der Steilheit nicht bewirtschaftbare Hanglagen, oder aufgelassene, nicht mehr bewirtschaftete Weinbergsbrachen bewirkt einen großen Artenreichtum, sowohl botanisch als auch faunistisch.
Gerade im Frühjahr zeigt sich in dieser Weinbaulandschaft eine große Blütenvielfalt. Interessanterweise sind auch die angrenzenden Gebüschsäume und Waldränder reich an Frühblühern, wobei hier aber andere "Strategiekonzepte" für den frühen Blühtermin eine Rolle spielen.
Weinberge und häufig auch Wälder sollen einen wirtschaftlichen
Nutzen bringen. Deswegen stehen Wirtschaftlichkeit und Ökologie oft
in einem Widerstreit. Wie wir auf dieser Frühjahrsexkursion sehen
werden, müssen diese Gegensätze jedoch nicht unüberbrückbar
sein.
Fragen
1. Erläutern Sie am Beispiel von jeweils 4 Arten der bewirtschafteten
Weinberge und des Waldes die Strategie, die hinter dem frühen Blühtermin
steht.
2. Welche Arten fanden sich an Trockenmauern?
3. Beschreiben Sie den Aufbau eines (kultivierten) Weinstocks.
4. Welche Vorteile liegen in der Duldung oder Förderung von Bodendeckern
im Weinberg; welche Nachteile sind denkbar?
5. Welche Gefahr droht Weinbergsbrachen; wie lassen sie sich ökologisch
sinnvoll erhalten?
6. Beschreiben Sie einige Pflanzen, die Ihnen von der Exkursion besonders
im Gedächtnis geblieben sind. Was fanden sie an den Arten besonders
interessant oder bemerkenswert?
7. Sind Ihnen Tiere aufgefallen? In welchen Lebensräumen?
8. In welche Himmelsrichtung sind Weinberge ausgerichtet? Was bedeutet
dies für die Vegetation der Weinberge?
Letzte Änderung: Max
Seyfried 29.03.2004