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Materialien
Folien Vorlesung "Abschluss-
und Exkretionsgewebe"
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Hintergrund:
Epidermis -
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Zellwand -
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Etherische Öle -
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Aufsicht auf die Epidermis einer
Aloë. Die quaderförmige, reihenartige Anordnung der
Epidermiszellen ist typisch für Einkeimblättrige. Die
Spaltöffnungen entstehen in einem Mindestabstand voneinander.

Aufsicht auf die untere Epidermis
einer Zitronenmelisse. Die verzahnten Epidermiszellen sind
typisch für Zweikeimblättrige. Auch hier wird ein Mindestabstand
zwischen den Spaltöffnungen eingehalten.



Periderm der Kartoffel (oben) und
Milchröhre der Papaya (unten).


Computeranimierte Darstellung des
Lotuseffekts.
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Angewandte Biologie
Praktikum Nutzpflanzen
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Kurs 8:
Abschluss- und Exkretionsgewebe |
Kursprogramm
1. Epidermis einer Monokotyle
2. Epidermis einer
Dikotyle
3. Samenhaare der
Baumwolle (Demonstration)
4. Periderm der Kartoffel
5. Milchröhren der
Papayafrucht
6. Demonstration
Lotoseffekt
1.
Epidermis einer Monokotyle
Obere
Epidermis eines Laubblatts der Aloë (Aloë
vera - Aloaceae). Detailzeichnung der Epidermis in Aufsicht und im
Querschnitt.
Durchführung:
Für die Aufsicht an bereitet einen Objektträger mit einem Tropfen Wasser vor. Dann schneidet man
die Blattoberfläche rechteckig auf etwa 3 auf 5 mm etwas ein und fasst die
Epidermis mit einer feinen Pinzette. Dann zieht man sie langsam (!) und
gleichmäßig auf sich zu und platziert sie sofort auf dem Wassertropfen. Beim
Auflegen des Deckglases darauf achten, dass keine Luftblasen eingeschlossen
werden (schräg ansetzen und langsam absinken lassen). Für den Querschnitt:
Schnitt auskeilen lassen, so dass die Epidermis gut zu sehen ist.
Was ist zu
sehen? Die Epidermiszellen grenzen quaderförmig ohne Interzellularen
aneinander. Auf der Außenseite findet sich nicht nur eine verdickte Zellwand,
sondern auch eine deutlich erkennbare
Cuticula. Diese besteht aus Cutin, langkettigen Kohlenwasserstoffen und hat hat
die Funktion, das Blatt vor Austrocknung zu schützen. Besonders bei Pflanzen aus
trockenen Standorten ist die Cuticula stark ausgeprägt. man spricht von einer
sogenannten Xeromorphose (=Anpassung an Trockenheit). Achten Sie darauf, ob sie
in den epidermalen Zellen Chloroplasten finden. Im Querschnitt kann man die
dicke Cuticula erkennen und die Spaltöffnungen (eine Zeichnung finden Sie bei
den Fallbeispielen der Vorlesung
"Abschluss- und Exkretionsgewebe"
2. Epidermis einer Dikotyle
Obere Epidermis
eines Laubblatts der Zitronenmelisse (Melissa officinalis - Lamiaceae).
Detailzeichnung einer Zelle in Aufsicht nach Aufhellung mit Chloralhydrat
Durchführung. Man biegt das Blatt mit der Unterseite nach oben über den
Daumen und setzt einen sehr flachen Schnitt an, den man wieder auskeilen läßt
und auf einem Objektträger in Wasser mit der Unterseite nach oben aufnimmt. An
den meisten Stellen wird der Schnitt zu dick sein, am Rand kann man jedoch die
Epidermis beobachten. Durch Aufhellung mit Chloralhydrat kann man auch dickere
Präparatstellen durchsichtig werden lassen.
Was ist zu
sehen? Die Epidermiszellen sind lappig ineinander verzahnt.
Dazwischen liegen die Spaltöffnungen. Beachten Sie, daß nie zwei Spaltöffnungen
aneinander grenzen. Es wird immer ein Mindestabstand gewahrt. Zählen Sie für 30
Spaltöffnungen aus, wieviele Epidermiszellen zwischen der Spaltöffnung und der
nächsten Spaltöffnung liegen und erstellen Sie eine Häufigkeitsverteilung.
3. Epidermishaare
Demonstration 1: Verschiedene Haare - diese
entstehen als Auswüchse aus der Epidermis. Gezeigt werden die
Samenhaare der Baumwolle (Gossypium herbaceum – Malvaceae).
Durchführung. Die Samenhaare werden unter gekreuzten
Polarisationsfiltern betrachtet. Dann wird ein Gipsplättchen Rot
eingeschoben. Dieses erzeugt einen Gangunterschied, der einen
rotvioletten Hintergrund liefert. Wird nun ein doppelbrechendes
Material (z.B. ein Baumwoll-Samenhaar) in den Strahlengang
eingebracht, so wird dieser Gangunterschied entweder erhöht oder
erniedrigt (je nach Orientierung des Objekts im Verhältnis zur
Achse der beiden Filter. Dies liefert einen blauen oder einen
gelben Farbton. Durch Drehen der Filter um 90° (oder Drehen des
Objekts um 90°) schlägt der Farbton ins Gegenteil um (gelb wird
blau, blau wird gelb). Mit etwas Glück kann man an der Basis
einer Faser (die in der jungen, schnell wachsenden Phase der
Entwicklung gebildet wurde und wo die Mikrofibrillen in
Querrichtung angelegt wurden) und an der Spitze (wo das Wachstum
langsamer war und die Mikrofibrillen eher längs liegen)
unterschiedliche Farben beobachten.
4.
Periderm der Kartoffel
Periderm aus der Schale einer Kartoffelknolle (Solanum
tuberosum - Solanaceae). Querschnitt, Detailzeichnung.
Durchführung. Man nimmt ein kleines Stück einer Kartoffel
mit Schale und hält sie so, dass die Schale auf einen zu
gerichtet ist. Dann fertigt man einen Querschnitt durch die
Schale an, wobei man den Schnitt auf sich zu auskeilen lässt.
Was ist zu sehen?
Geschichtete, leicht komprimierte Zellschichten auf der Außenseite, das sogenannte Phellem (pm). Die Zellwände dieser Zellen enthalten Suberin
(Korkstoff), das im Fluoreszenzmikroskop eine bläuliche Fluoreszenz zeigt
(untere Bildreihe). Die nächstinnere Schicht, das sogenannte Phellogen, gliedert
nach außen Phellem ab, entspricht also einem Meristem. nach innen folgt das
sogenannte Phelloderm und die viel größeren, leicht abgerundeten Zellen des
Parenchyms. Bei Verwundung der Knolle bildet sich ein sogenanntes Wundperiderm,
das nicht so regelmäßig aufgebaut ist (jeweils die rechten Bilder), aber im
Grunde dieselben Zellschichten enthält.
5 .
Milchröhren der Papayafrucht
Perikarp der Papayafrucht (Carica papaya –
Caricaceae). Radialschnitt und Detailzeichnung der
Milchröhren.
Durchführung. Man legt einen auskeilenden Schnitt durch
das Perikarp der Frucht (Aussenschicht).
Was ist zu sehen?
Zwischen den parenchymatischen, mehr oder minder isodiametrischen Zellen,
findet man lange Gänge, die lysigen aus gestreckten Zellen
entstanden sind, deren Querwände aufgelöst wurden. Diese Gänge
können auch verzweigt sein.
6.
Demonstration des Lotoseffekts
Blatt der Lotospflanze (Nelumbo nucifera –
Nelumbonaceae).
Durchführung. Ein Tropfen Wasser wird auf ein Lotosblatt
pipettiert. In einer Variante kann man das Blatt vorher mit
etwas Kreide einstäuben
Was ist zu sehen?
Durch mikroskopisch feine Oberflächenstrukturen perlt der Tropfen spurenlos
ab und nimmt damit Schmutz (z.B. Pilzsporen) mit. Dieses
Beispiel einer selbstreinigenden Oberfläche wurde inzwischen
technisch kopiert und gilt als Paradebeispiel der Bionik. Es
gibt sogar eine patentierte Marke Lotuseffekt
Zur
Nachbereitung
Weiterführende Informationen zu Abschlussgeweben:
Strasburger:
Lehrbuch der Botanik (34. Auflage) Dritter Abschnitt, S. 125-133
Weiterführende Informationen zu Epidermis und Spaltöffnungen:
Lüttge / Kluge / Bauer: Botanik, Kapitel 5 (Wiley Verlag), S. 450-460
Kurze Übersicht in Informationssystem Botanik über
Exkretionsgewebe
© 2012 Peter
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