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Materialien
Folien Vorlesung "Vegetativer
Bau: Wurzel, Spross, Blatt"
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Hintergrund:
Anatomie der Wurzel -
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Anatomie des Sprosses -
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Inulin -
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Anatomie des Blatts -
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Spaltöffnungen -
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Spaltöffnung, Funktion -
Animation
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Wurzelspitze. Die Kalyptra (Wurzel-haube)
liegt an der Spitze, gefolgt von Meristem und Streckungszone.

Wurzelquerschnitt, primärer Aufbau,
Übersicht. Rhizodermis schon teilweise durch Exodermis
ersetzt. Endodermis schliesst zentrales Leitbündel ab. Darunter
liegt das in diesem Stadium noch ruhende Perikambium (synonym
für Pericycel). Das lockerzellige Rindenparenchym macht den
Hauptteil aus. Das Xylem ist stern-förmig organisiert.

Schematischer Aufbau eines Rhizoms
(Beispiel: Salomonssiegel). Jedes Jahr wächst das Rhizom ein
Stück in die Länge und bildet einen neuen Seitenspross und
sprossbürtige Wurzeln. Die siegelartigen Spuren der
Seitensprosse vom Vorjahr sind der Grund für den Namen
Salomonssiegel (Polygonatum odoratum). Viele Monokotylen,
aber auch Farne haben oft sehr langlebige Rhizome.

Schichtung von oben nach unten:
obere Epidermis mit Cuticula, Palisaden-parenchym,
Schwammparenchym, untere Epidermis mit Spaltöffnungen.
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Angewandte Biologie
Praktikum Nutzpflanzen
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Kurs 9:
Wurzel, Spross, Blatt |
Kursprogramm
1. Aufbau einer Keimwurzel
2. Querschnitt durch eine
Wurzel
3. Sprossmetamorphosen
(Demonstration)
4. Bifaziales Laubblatt
5. Blattmetamorphosen
(Demonstration)
1. Aufbau einer Keimwurzel
Totalpräparat einer Kressewurzel (Lepidium sativum – Brassicaceae).
Übersichtszeichnung eines Wasserpräparats.
Durchführung:
Kressesamen werden für einige Tage auf feuchtem Filterpapier
vorgekeimt und als Ganzes betrachtet.
Was ist zu sehen? Die
Wurzelspitze läuft kegelförmig zu und ist von einer schleimigen Wurzelkappe
(Calyptra) bedeckt. Das eigentliche Meristem liegt unter der Wurzelkappe und
wird beim weg durch den Erdboden von ihr geschützt. Im Meristem finden viele
Zellteilungen statt, die Zellstreckungszone liegt proximal (von der Spitze
weg) im Anschluß daran und ist wenige mm lang. Dann beginnt schon die
Wurzelhaarzone, also der Bereich, wo die Wurzel ihre eigentliche Funktion
ausübt. Oberhalb der haarzoone findet sich schon eine verholzte Rinde.
Gelegentlich beobachtet man Seitenwurzeln, die die Rinde durchbrechen.
2. Querschnitt durch eine Wurzel
Wurzel der
Schwertlilie (Iris germanica – Iridacaea). Querschnitt, angefärbt mit
Astrablau-Safranin, Übersichtszeichung und Detailzeichnung
Durchführung.
Man führt einen auskeilenden Handschnitt durch und färbt die Frischpräparate mit
Astrablau-Safranin. Damit alle Gewebsschichten gut getroffen werden, sollten
mehrere Schnitte angefertigt werden. Bei der Detailzeichnung sollte man sich auf
wenige Zellen jeder Schicht beschränken ("Kuchenstück-Prinzip"). Lieber drei
Zellen ordentlich wie sie wirklich aussehen, als viele Zellen stilisiert!
Was ist zu
sehen? Besonders auffällig ist der Zentralzylinder -
hier liegen die Leitgewebe. Durch die Endodermis ist er von der umgebenden
Wurzelrinde abgeteilt. Die Zellen der Endodermis sind durch mit Suberin (Caspary-Streifen)
ausgekleidete Zellwände U-förmig nach innen und gegeneinander abgegrenzt. Im
Zentralzylinder lassen sich die ligninhaltigen Xylemstrahlen (sogenannte Archen)
von den über Astrablau gefärbten, zwickelförmigen Phloëmbereichen unterscheiden.
Endodermis: Die innerste Zellschicht der Wurzelrinde ist die Endodermis
(inneres Abschlussgewebe) – meist einschichtige Zellschicht, deren Zellen
dickwandig sind (“Casparischer Streifen“ – radiäre Zellwände sind bandförmig
mit einer Suberin ähnlichen Substanz ausgekleidet) sind bis auf einige
dünnwandige Durchlasszellen “Physiologische Barriere“ – kontrollierter Transport
von Wasser und den darin gelösten Mineralien aus der Wurzelrinde in den
Zentralzylinder. Apoplastischer Transport wird durch die Casparischen Streifen
verhindert.
3. Sprossmetamorphosen
Demonstration von Sprossmetamorphosen
Kolrabi (Internodium), Radieschen (Hypocotyl),
Kartoffel (Solanum tuberosum –
Solanaceae) Ausläufer, Verdickungen von Seitensprossen, an der
Sprossbasis entspringen unterirdische Ausläufer, die durch
Dickenwachstum an der Sprossspitze des Ausläufers zu
unterirdischen Sprossknollen anschwellen, diese Sprossknollen
dienen der vegetativen Vermehrung)
Topinambur (Helianthus tuberosus –
Asteraceae) Sprossknolle (enthält 7-8 %
Inulin, für Diabetiker geeignet als Stärkeersatz, da aus Fructose
aufgebaut.
Rhizome Unterirdische, mehr oder weniger verdickte
Sprossachsen, die häufig Stärke speichern und das Überwintern
krautiger Pflanzenteile ermöglichen – sie bilden sprossbürtige
Wurzeln und Seitensprosse (Luftsprosse) und dienen der vegetativen
Vermehrung: Ingwer, Curcuma, Spargel, Taro
Zwiebel Speicherorgan- und Überdauerungsgebilde mit stark
verkürz-ter Sprossachse (Zwiebelkuchen, Zwiebelscheibe) und
fleischig verdickten Schuppenblättern (Niederblätter mit
Speicherfunktion). Aus der verkürzten Sprossachse treibt später
der oberirdische Blütenspross. In vielen Fällen geht aus
einer Knospe in der Achsel einer der Zwiebelschuppen eine neue
Tochterzwiebel (Brutzwiebel) hervor: Küchenzwiebel
Phyllokladien Blattähnliche Flachsprosse mit
Laubblattfunktion: Feigenkaktus (Opuntien)
4.
Bifaciales Laubblatt
Bifaziales Laubblatt des Lorbeerbaums (Laurus
nobilis - Lauraaceae). Detailzeichnung des Querschnitts.
Durchführung. Man schneidet ein Stück Holundermark längs
ein, klemmt ein Blattstück dazwischen und schneidet mit einer
scharfen Rasierklinge quer auf sich zu, wobei man den Schnitt
auskeilen lässt.
Was ist zu sehen?
Die typischen Gewebe eines bifacialen Laubblatts. Die obere Epidermis (ohne
Spaltöffnungen) mit einer dicken Cuticula (warum wohl? Wo wächst der
Lorbeerbaum?), dann das Palisadenparenchym mit eng gestellten Zellen ohne
Interzellularen, aber mit vielen Chloroplasten, dann das Schwammparenchym mit
großen Interzellularen (wozu wohl?), schließlich die untere Epidermis mit
Spaltöffnungen, die leicht eingesenkt sind (warum wohl?).
5 .
Blattmetamorphosen bei Lebensmitteln
Demonstration von Blattmetamorphosen bei
Lebensmitteln
Speicherkeimblätter bei Samen der Bohne, Sojabohne und anderen
Vertretern der Fabaceen, Walnuss, Erdnuss, Haselnuss, Mandel
Speicherfruchtblätter bei der Kirsche, Olive, Weinbeere,
Avocado.
Niederblätter mit Speicherfunktion bei der Küchenzwiebel.
Blattdornen der Kakteen.
Blattfallen bei den fleischfressenden Pflanzen
(Kannenpflanze).
Zur
Nachbereitung
Weiterführende Informationen zu Abschlussgeweben:
Strasburger:
Lehrbuch der Botanik (34. Auflage) Dritter Abschnitt, S. 125-133
Weiterführende Informationen zu Epidermis und Spaltöffnungen:
Lüttge / Kluge / Bauer: Botanik, Kapitel 5 (Wiley Verlag), S. 450-460
Kurze Übersicht in Informationssystem Botanik über
Exkretionsgewebe
© 2010 Peter
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Sie uns - Letzte Änderung - Mittwoch, 03. November 2010
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