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Folien der Vorlesung (Peter Nick)
zum Thema
Fluoreszente
Proteine (über Passwort geschützt)
Ein Internettutorium der
Universität Wien zur Mikroskopie mit einem einfachen und gut
lesbaren
Kapitel zum Thema Fluoreszenz
Gut gemachter, einfach
verständlicher DNaTube
Film zur Entdeckung von GFP und der Bedeutung dieser Entdeckung
(auf amerikanisch)
Youtube-Film zur Anwendung von GFP,
um
neuronale Stammzellen in Mäusen nachzuweisen
Geschichte, Anwendung, Entwicklungen
und Evolution von fluoreszenten Proteinen (aus
"Biologie in unserer Zeit")
Hausarbeit von Daniel Mania zu neuen fluoreszenten Proteinen
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Fluoreszente Proteine - ein Schlüsselwerkzeug der molekularen
Zellbiologie |
2008 bekamen drei Biologen den
Nobelpreis für Medizin - Osamu Shimomura, Martin Chalfie und Roger
Tsien. Damit wurden ihre Arbeiten zu Fluoreszenten Proteinen
anerkannt. Wenn drei Biologen den Medizin-Nobelpreis bekommen,
weil sie sich mit einem doch recht exotischen Protein aus Quallen
befasst haben, das mit dem Meeresleuchten zu tun hat, ist das
zunächst erst einmal verwunderlich. Die Entscheidung des
Nobelpreis-Komittees war aber unumstritten; denn diese
fluoreszenten Proteine sind zu einem der zentralsten Werkzeuge der
modernen Biologie geworden und werden tagtäglich in unzähligen
Labors eingesetzt. Warum?
Ähnlich wie bei der
Immunfluoreszenz, sind Fluoreszente Proteine Werkzeuge, um die
Lokalisation von Proteinen bestimmen zu können. Außerdem kann
man mit Fluoreszenten Proteinen auch den Genen bei der Arbeit
zuschauen, wenn man sie nämlich als sogenannte Reporter für die
Aktivität eines Promotors von Interesse einsetzt. Nachdem
inzwischen die Genome wichtiger Modellorganismen (Maus, Hefe,
Drosophila, Caenorhabditis, Arabidopsis, Reis…)
durchsequenziert wurden, geht es im inzwischen angebrochenen „postgenomischen
Zeitalter" darum, die Funktion all dieser unzähligen Gene zu
verstehen. Hierbei sind zwei Fragestellungen wichtig:
1. Wo wird ein bestimmtes Gen
exprimiert (also in welchen Zellen?)
2. Wo ist ein bestimmtes Protein in
der Zelle lokalisiert?
Fluoreszente Proteine sind für beide
Fragestellungen sehr wichtige Werkzeuge. Vor allem in Verbindung
mit dreidimensionalen Mikroskopiertechniken (konfokale
Laser-Raster-Mikroskopie, Apotom) können auch dicke Präparate
(beispielsweise intakte Organe oder gar ganze Lebewesen)
beobachtet werden. Bevor man die fluoreszenten Proteine jedoch
beobachten kann, müssen die entsprechenden Konstrukte erst in die
Zelle eingeführt werden, man muss also immer transgene Organismen
herstellen (im Gegensatz zur Immunfluoreszenz, wo man das nicht
tun muss). Die Transformation kann entweder stabil erfolgen oder
aber nur vorübergehend (transient). Für die stabile
Transformation wird bei Pflanzen häufig Agrobacterium als
Vehikel verwendet. Alternativ kann die DNS über
Partikelbombardement eingebracht werden (sogenannte Biolistik).
Fluoreszente Proteine als
Reporter für Promotoraktivität: Hierfür muss man stabil
transformierte Zell-Linien einsetzen. Die Herstellung solcher
Linien ist oft sehr zeitaufwendig. Dabei wird der Promotor, dessen
Aktivität man verfolgen möchte, vor GFP kloniert und dieses
Konstrukt dann stabil in den Zielorganismus eintransformieren.
Immer dann, wenn der Promotor angeschaltet wird, entsteht also
GFP. Die Stärke der GFP-Fluoreszenz zeigt also die Aktivität des
Promotors an.
Fluoreszente Proteine als
Reporter für innerzelluläre Lokalisierung: Hierbei wird für
das Protein, dessen Lokalisierung man untersuchen möchte, ein
cDNS-Fusionskonstrukt mit GFP erzeugt und hinter einen starken,
immer aktiven Promotor kloniert. Bei Pflanzenzellen wird in der
Regel der 35S-Promotor des Cauliflower Mosaic Virus (CaMV-35S)
benutzt. Natürlich kann man auch hier wieder stabil transformierte
Zellen herstellen. Für viele Fragestellung genügt es jedoch, wenn
die eintransformierte DNS nur für eine gewisse Zeit aktiv ist. Man
kann daher auch mit transienter Transformation arbeiten.
© 2012 Peter Nick,
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Sie uns - Letzte Änderung, Dienstag, 20. März 2012
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