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Folien der Vorlesung (Peter Nick)
zum Thema
Fluoreszenzmikroskopie (über Passwort geschützt)
Ein Internettutorium der
Universität Wien zur Mikroskopie mit einem einfachen und gut
lesbaren
Kapitel zum Thema Fluoreszenzmikroskopie
Leicht verständliches interaktives
Tutorium zu den
physikalischen Grundlagen der Fluoreszenzmikroskopie
Interaktives Tutorium des
Herstellers Nikon zu verschiedenen
Techniken der Fluoreszenzmikroskopie
Interaktives Tutorium des
Herstellers Zeiss zu vielen Grundtechniken aber auch zu den
neuesten
Entwicklungen auf dem Gebiet der Fluoreszenzmikroskopie
(vom Niveau teilweise anspruchsvoller).
Nature Review zum Thema
Breaking
the Resolution Limit
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Fluoreszenzmikroskopie - eine Schlüsseltechnologie der
modernen Biologie |
Bis in die 80er Jahre hinein war
Fluoreszenzmikroskopie eine mikroskopische Spezialtechnik, mit der
sich nur ein paar Exoten beschäftigten. Inzwischen bringen die
einschlägigen Hersteller fast jedes Jahr komplett neue Geräte auf
den Markt und Fluoreszenzmikroskopie ist aus der modernen Biologie
nicht mehr wegzudenken. Was ist geschehen?
Während man ursprünglich nur einige
wenige, sehr spezielle Moleküle aufgrund ihrer Eigenfluoreszenz
beobachten konnte, brachte die
Immunfluoreszenz den Durchbruch. Hier konnte man nun im
Prinzip für jedes beliebige Molekül mithilfe der entsprechenden
Antikörper feststellen, wo es in der Zelle lokalisiert war. Das
steigerte die Nachfrage nach Fluoreszenzmikroskopen ungemein und
führte zu einem Schub bei der technologischen Entwicklung. Dies
verstärkte sich dann noch, als es mithilfe der Fluoreszenten Proteine
gelang, um Proteine von Interesse auch in lebenden Zellen zu
beobachten. Inzwischen nutzt man auch relativ abgefahrene optische
Effekte wie evaneszente Wellen und Interferenzen zwischen Lasern,
um die durch die Abbésche Formel beschriebene magische
Auflösungsgrenze von etwa 200 nm zu knacken und lichtmikroskopisch
in Größenbereiche vorzudringen, die früher nur über
Elektronenmikroskopie zugänglich war.
Weitfeld-Epifluoreszenzmikroskopie:
Dies ist die Grundform der Fluoreszenzmikroskopie wie sie
inzwischen weltweit in zahllosen Labors eingesetzt wird. Das Licht
wird dabei nicht wie bei der Hellfeld-Mikroskopie von unten (als
sogenannte Durchlichtmikroskopie), sondern durch das Objektiv von
oben (als sogenannte Auflichtmikroskopie) auf das Präparat
gestrahlt. Der Grund: beim Weg durch das Präparat wird so viel
Licht geschluckt, dass bei einer Durchlichtvariante nichts mehr im
Auge ankäme. Möglich wurde Auflichtfluoreszenzmikroskopie (Epifluoreszenzmikroskopie)
erst durch die Erfindung von sogenannten Farbteilern, die abhängig
von der Wellenlänge das Licht reflektieren oder passieren lassen,
also das Licht in Farben teilen. Das (kurzwellige) Anregungslicht
kann so seitlich in den Strahlengang eingespiegelt werden und
gelangt durch das Objektiv auf das Präparat. Das aufgrund der
Stokes-Shift langwelligere Fluoreszenzlicht, das vom Präparat
zurückkommt, wird hingegen durchgelassen.
Konfokalmikroskopie:
Vor allem seit der Einführung der Fluoreszenten Proteine wird
Fluoreszenzmikroskopie immer stärker an lebenden Zellen oder gar
Organismen durchgeführt. Hier hat man nun das Problem, dass das
fluoreszente Licht der Struktur, die man im Fokus hat, überstrahlt
wird durch Licht aus den Regionen unterhalb oder oberhalb der
Fokusebene. Die Konfokalmikroskopie ist eine Weiterentwicklung der
Fluoreszenzmikroskopie, bei der dieses Licht, das ja keine
wirkliche Information liefert, weggefiltert wird. Dies geschieht
über eine sogenannte konfokale Lochblende (pinhole), die das
nichtfokussierte Licht, das mit einem weiteren Winkel eintrifft
(klassische Konfokale Laser-Rastermikroskopie, CLSM für
confocal laser scanning microscopy) abhält. Alternativ wird
bei der sogenannten Apotomie ein bewegtes optisches Gitter in die
Fokusebene projiziert. Signale aus der Fokusebene ändern daher
ihre Intensität, Signale von ausserhalb der Fokusebene ändern ihre
Intensität nicht. Solche invarianten Signale werden dann
weggefiltert, so dass ein konfokales Bild entsteht.
Neue Entwicklungen: Seit etwa
fünf Jahren beobachtet man eine förmliche Explosion neuer
Techniken und auch Geräte. Dabei geht es darum, die Auflösung in
z- und in xy-Ebene zu verbessern. Verschiedene Techniken der
strukturierten Beleuchtung erlauben es, über Interferenzen
Intensitätsunterschiede zu erzeugen, die weit enger sind als die
Wellenlänge des sichtbaren Lichts. Stimulated
emission-depletion (STED) oder 4p-Mikroskopie
zählen hier dazu. Durch Nutzung von optischen Effekten mit sehr
geringer Reichweite (z.B. die Bildung sogenannter evaneszenter
Wellen bei der Totalreflexion) kann man auch in z-Richtung nur
ganz schmale Schichten anregen und damit Signale aufnehmen, die
bis auf Einzelmolekülebene hinunterreichen. Das oben erwähnte
Apotom ist im Grunde der Prototyp für diese Entwicklung der
strukturierten Beleuchtung.
© 2012 Peter Nick,
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Sie uns - Letzte Änderung, Montag, 19. März 2012
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