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Zum WerkDrei große oratorische Werke sind uns heute aus der Feder von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) überliefert, wobei das dritte, der "Christus", leider nur als unvollendetes Fragment erhalten ist.1836 wurde in Düsseldorf Mendelssohns erstes Oratorium "Paulus" uraufgeführt und bescherte dem erst 27-jährigen Komponisten einen glänzenden Erfolg, so dass er, dadurch beflügelt recht schnell Pläne zu einem weiteren, ähnlichen Werk fasste. Noch im gleichen Jahr schrieb er an seinen in England lebenden Jugendfreund Karl Klingemann über diese Absicht, allerdings noch ohne konkrete Vorstellung über den Inhalt. Die Entscheidung fiel bald auf die große biblische Prophetengestalt Elias und während Mendelssohns Aufenthalt in London im August 1837 wurde gemeinsam das Grundkonzept erarbeitet. Dass es trotzdem bis ins Jahr 1846 dauern sollte, bis das Werk fertiggestellt wurde lag daran, dass Klingemann mit der Ausarbeitung des Textes in Verzug kam und Mendelssohn daraufhin dem Pfarrer Julius Schubring, der schon den Text für den Paulus zusammengestellt hatte, mit der Aufgabe betraute. Es gab jedoch erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die inhaltliche Ausrichtung, die sogar im Abbruch der gemeinsamen Arbeit endete. Schubring wünschte einen deutlichen Ausblick auf das neue Testament und einem Auftreten von Christus am Ende des Werkes. Diese Vorstellung konnte Mendelssohn jedoch nicht teilen. Für ihn stand eindeutig der dramatische Aspekt im Mittelpunkt. Erst im Jahr 1845, als Mendelssohn eine Einladung zum Musikfest im englischen Birmingham erhielt, entstand die Notwendigkeit, das Werk zu vollenden. Julius Schubring war nun bereit, in aller Eile und ohne weitere Diskussionen über theologische Inhalte Mendelssohn zu helfen und den Text fertigzustellen. Der "Elias" wurde am 26. August 1846 unter der Leitung des Komponisten in englischer Sprache uraufgeführt. Dieses Musikfest, bei dem neben dem Elias die bedeutendsten Chorwerke der damaligen Zeit, Haydns Schöpfung, Beethovens Missa solemnis, und Händels Messias zur Aufführung kamen bedeutete einen Höhepunkt im Leben Mendelssohns. Der Erfolg war unbeschreiblich! Nach dieser ersten Aufführung überarbeitete Mendelssohn das Werk nochmals gründlich, komponierte einige Nummern dazu und gab 1847 die endgültige Fassung in Druck. Die Schilderung über den Propheten Elias im 1. und 2. Buch der Könige des alten Testamentes bildet die Grundlage des inhaltlichen Entwurfs. Obwohl über Elias kein eigenes Prophetenbuch überliefert ist, zählt er doch zu den bedeutendsten Prophetengestalten des alten Testamentes und wird in ähnlicher Weise wie Moses geachtet und verehrt. Beide verbindet die direkte Gottesbegegnung am Berg Horeb. Von Elias wird berichtet, dass er aus Tischbe in Gilead stammte und unter den Königen Ahab (871-852 v.Chr) und Ahasja (852-851 v.Chr) als Prophet auftrat. Der Name Elias bedeutet zu deutsch "Mein Gott ist Jahwe" und ist damit gleichzeitig das Programm für das Wirken dieses Propheten. Das zweiteilige Werk beginnt ungewöhnlich vor der Ouvertüre mit einem Rezitativ des Elias, in dem er den vom Jahwe-Glauben abgefallenen Israeliten eine große Dürre und Hungersnot prophezeit. Die Ouvertüre und die Nummern 1-5 beschreiben die Folgen auf diesen Fluch, die Klage und die Zusage der Hilfe Jahwes, falls sich das Volk zu ihm bekennt. ("...und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieb haben...") Elias, durch seinen Fluch der Verfolgung ausgesetzt, muss flüchten. Durch die Fügung Jahwes trifft er auf eine Witwe, deren Sohn, von schwerer Krankheit geplagt, gestorben ist. Elias vollbringt das Wunder, ihn wieder zum Leben zu erwecken. Der Konflikt mit den Priestern der Baalsreligion ist das Thema der Nummern 10 - 17. Neben dem Jahweglauben verbreitete sich bei den Israeliten unter dem König Ahab immer mehr die kanaanäische Baalsreligion. Die Verehrung dieses Gottes wurde wesentlich von Ahabs Frau, der Königin Isebel gefördert, da sie selbst durch ihre kanaanäische Abstammung eine überzeugte Baalsanhängerin war. Damit wurde der Baalskult zu einer echten Bedrohung für den Jahweglauben. Baal ist ein Wetter- und Regengott, der jeden Herbst von Todesgöttern besiegt wird und im Frühjahr durch seine Frau Astarte wieder zu Macht kommt. Das typische Tier in seinem Kult ist der Stier. Da der Fluch des Elias den Regen und damit die Fruchtbarkeit des Landes unterbindet, trifft er den Baalskult in seinem Nerv und steigert damit die Dramatik Konfliktes zusätzlich. Dieser Abschnitt gipfelt in zwei sehr gegensätzlichen Arien: Zunächst die Arie des Elias (Nr. 17) die einen gewaltigen und strafenden Gott Jahwe schildert, deren Text von Schubring durch eine falsche Übertragung des Psalm 7, in seinem kriegerischen Ausdruck noch verstärkt wird. Das folgende Arioso für Alt Solo gehört zu den innigsten und kontemplativsten Stücken des ganzen Werkes und schildert einen zur Versöhnung und Vergebung bereiten Jahwe. Elias erwirkt danach die Aufhebung des Fluches und der ersehnte Regen setzt ein. Der erste Teil endet so mit einer prachtvollen Fuge, in der im Orchester tonmalerisch die Wasserwogen dargestellt werden. Mit mahnenden Worten wird der zweite Teil eröffnet. Diese mit einem Rezitativ unterbrochene Sopranarie mündet aber in den Zuspruch "Fürchte Dich nicht, ich bin Dein Gott", der in der Nr. 22 in einem groß angelegten Chorsatz zum Ausdruck gebracht wird. Der erneute Konflikt des Elias mit Ahab und vor allem mit seiner Frau Isebel führt in den Nummern 23 und 24 zu einer direkten Lebensbedrohung des Elias. Nach dem Vorbild der Turba-Chöre der Bach'schen Passionen gestaltet Mendelssohn diesen Teil mit sehr dramatischen Choreinwürfen. Um sein Leben zu retten flieht Elias in die Wüste. Die dreiteilige Arie "Es ist genug", mit der Elias seine Resignation zum Ausdruck bringt, zeigt ebenfalls Parallelen zu der Arie "Es ist vollbracht" aus der Johannespassion von Johann Sebastian Bach. Der innere Kampf des Elias, und die Hilfe, die ihm in Gestalt von Engeln immer wieder Kraft und Zuspruch gibt, begleiten ihn auf seinem Weg 40 Tage durch die Wüste bis zu Gottesberg Horeb. Mendelssohn lässt diesem Prozess musikalisch sehr viel Raum. Elias erscheint durch sein starkes Auftreten und seine Wundertaten im ersten Teil des Oratoriums als kämpferischer und unnahbarer Held. Hier nun, in den Niederungen menschlichen Zweifelns und Haderns, findet der Hörer einen innigeren und vertrauteren Zugang zu dem Menschen Elias. Der Höhepunkt des Werkes wird mit den Nummern 33 bis 38 erreicht, der Schilderung der Gottesbegegnung des Elias. Nicht in großen Naturgewalten sondern in einem "stillen sanften Sausen" zeigt sich Jahwe dem Elias. Wahrscheinlich nicht das, was Elias erwartet hat und sicher ist jeder nach den gewaltigen Auseinandersetzungen, die im ersten Teil des Oratoriums geschildert werden, überrascht über diese Wendung. Die Worte aus Jesaja 54,10, die in der Nummer 37 dem Elias kurz vor seiner Himmelfahrt in den Mund gelegt werden, treffen so auch sehr gut die Spannung zwischen Größe und Macht einerseits, und Gnade und Friedfertigkeit andererseits, die das ganze Werk inhaltlich durchzieht. In farbiger und plastischer Tonsprache schildert Mendelssohn schließlich die Himmelfahrt des Elias ("mit feurigen Wagen und feurigen Rossen") in einem herrlich Chorsatz. Die abschließenden Stücke, dieses Oratoriums weisen in die Zukunft, auf den Messias, aus christlicher Sicht auf Christus hin ("Aber einer erwacht von Mitternacht"). Eine schwungvolle Fuge in Händelscher Manier beschließt das Werk mit dem Text aus dem Psalm 8: "Herr unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name". N.I.
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Christiane Hampe
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Silke Marchfeld
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Bernhard Gärtner
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Peter Lika
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Kammerphilharmonie KarlsruheDie Kammerphilharmonie Karlsruhe besteht seit 1988. Zunächst als reines Streichorchester ohne Dirigent gegründet, weitete sie sich rasch durch interessante Aufgabenbereiche und durch das Mitwirken engagierter Bläser zu einem ganzen Sinfonieorchester aus. Die Ursprungsidee der erweiterten Kammermusik blieb jedoch, ob mit oder ohne Dirigent, das wichtigste musikalische Prinzip des Orchesters.Konzerte in Kammermusikensembles, als Kammerorchester, als Oratorienorchester und als reines Sinfonieorchester, auch mit namhaften Solisten wie Reinhold Friedrich, Hansheinz Schneeberger, Kalle Randalu, Rainer Kussmaul, Julius Berger oder Stephan Hussong gehören zum festen Repertoire der Kammerphilharmonie. In eigenen Veranstaltungen erweckt die Kammerphilharmonie auch für zeitgenössische Musik und ausgefallene Programme das Interesse des Publikums, dazu gehören auch jährlich veranstaltete Komponistenportraits und Konzerte in Verbindung mit Filmen, Bildern oder Lesungen wie z.B. mit dem Philosophen Peter Sloterdijk und dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Walter Jens. |
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Text des Elias
Felix Mendelssohn Bartholdy: ELIAS
Oratorium nach Worten des Alten Testamentes
für Soli, Chor und Orchester - opus 70
Erster Teil
FLUCH DES ELIAS
Elias
So wahr der Herr, der Gott Israels lebet, vor dem ich stehe: Es soll
diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn. (1. Könige
17,1)
Ouvertüre
KLAGE, GEBET UND VERHEISSUNG
Chor - Das Volk
Hilf, Herr! Hilf, Herr!
Willst du uns denn gar vertilgen?
Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe
gekommen! Will denn der Herr nicht mehr Gott sein in Zion? (Jer. 8,
19-20)
Rezitativ
Die Tiefe ist versieget! Und die Ströme sind vertrocknet! Dem Säugling
klebt die Zunge am Gaumen vor Durst! Die jungen Kinder heischen Brot! Und
da ist niemand, der es ihnen breche! (1. Kön. 17,7, - Lam. Jer. 4,4)
Duett mit Chor:
Das Volk
Herr, höre unser Gebet (freier Text)
Sopran I und II
Zion streckt ihre Hände aus, und da ist niemand, der sie tröste (Lam.
Jer. 1, 17)
Rezitativ - Obadjah
Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider! Um unsrer Sünden willen hat
Elias den Himmel verschlossen durch das Wort des Herrn (frei)
So bekehret euch zu dem Herrn eurem Gott, denn er ist gnädig, barmherzig
und von großer Güte und reut ihn bald der Strafe (Joel 2, 12-13)
Arie - Obadjah
„So ihr mich von ganzem Herzen suchet, so will ich mich finden lassen“,
spricht unser Gott (Jer. 29, 13-14)
Ach, daß ich wußte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen möchte!
(Hiob 23, 3)
Chor - Das Volk
Aber der Herr sieht es nicht. Er spottet unser! (Psalm 2, 4)
Der Fluch ist über uns gekommen. Er wird uns verfolgen, bis er uns tötet!
(5. Mose 28, 22)
„Denn ich der Herr, dein Gott, ich bin ein eifriger Gott, der da
heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis ins dritte und vierte
Glied derer, die mich hassen. Und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden,
die mich liebhaben und meine Ge-bote halten.“ (2. Mose 20, 5-6)
WUNDER DER ERWECKUNG
Rezitativ - Ein Engel
Elias, gehe weg von hinnen und wende dich gen Morgen und verbirg dich am
Bache Crith! (1. Kön. 17, 34)
Du sollst vom Bache trinken, und die Raben werden dir Brot bringen des
Morgens und des Abends, nach dem Wort deines Gottes. (relativ frei)
Doppelchor - Die Engel
Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf
allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß
nicht an einen Stein stoßest. (Psalm 91, 11-12)
Rezitativ - Ein Engel
Nun auch der Bach vertrocknet ist, Elias, mache dich auf, gehe gen
Zarpath und bleibe daselbst! Denn der Herr hat da-selbst einer Witwe
geboten, daß sie dich versorge. (1. Kön. 17, 7 u. 9)
Das Mehl im Cad soll nicht verzehret werden, und dem Ölkruge soll nichts
mangeln, bis auf den Tag, da der Herr regnen lassen wird auf Erden. (1.
Kön. 17,14)
Rezitativ, Arie und Duett - Die Witwe
Was hast du an mir getan, du Mann Gottes! Du bist zu mir hereingekommen,
daß meiner Missetat gedacht und mein Sohn getötet werde! (nach 1. Kön.
17, 18)
Hilf mir, du Mann Gottes! Mein Sohn ist krank, und seine Krankheit ist so
hart, daß kein Odem mehr in ihm blieb. (1. Kön. 17, 17b)
Ich netze mit meinen Tränen mein Lager die ganze Nacht, (Psalm 6, 7b)
Du schaust das Elend, sei du der Armen Helfer! (Psalm 10, 14)
Hilf meinem Sohn! Es ist kein Odem mehr in ihm! (nach 1. Kön. 17, 17b)
Elias
Gib mir her deinen Sohn! Herr, mein Gott, vernimm mein Fleh’n! Wende
dich, Herr, und sei ihr gnädig, und hilf dem Sohne deiner Magd! (Psalm
86, 16)
Denn du bist gnädig, barmherzig , geduldig und von großer Güte und Treue!
(Psalm 86, 15)
Herr, mein Gott, lasse die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen! (1.
Kön. 17, 21)
Die Witwe
Wirst du denn unter den Toten Wunder tun? Es ist kein Odem mehr in ihm!
(Psalm 88, 11a)
Elias
Herr, mein Gott, lasse sie Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen! (1.
Kön. 17, 21b)
Die Witwe
Werden die Gestorb’nen aufersteh’n und dir danken? (Psalm 88, 11b)
Elias
Herr, mein Gott, lasse sie Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen! (1.
Kön. 17, 21b)
Die Witwe
Der Herr erhört deine Stimme, die Seele des Kindes kommt wieder! Es wird
lebendig! (nach 1. Kön. 17,22)
Elias
Siehe da, dein Sohn lebet! (1. Kön 17, 23b)
Die Witwe
Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist, und des Herrn Wort in
deinem Munde ist Wahrheit! (1. Kön. 17,24b)
Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?
(Psalm 116, 12)
Elias
Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen (5. Mose
6,5)
Elias und die Witwe
Von ganzer Seele, von allem Vermögen. Wohl dem, der den Herrn fürchtet.
(Psalm 128, 1)
Chor
Wohl dem, der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen geht! (Psalm 128,
1)
Wohl dem, der auf Gottes Wegen geht! Denn Frommen geht das Licht auf in
der Finsternis. Den Frommen geht das Licht auf von dem Gnädigen,
Barmherzigen und Gerechten. (Psalm 112, 4)
WUNDER DES FEUERS
Rezitativ mit Chor:
Elias
So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe: Heute, im dritten
Jahr, will ich mich dem Könige zeigen, und der Herr wird wieder regnen
lassen auf Erden (nach 1. Kön. 18, 15 u. 1b)
König Ahab
Bist du’s, Elias, bist du’s, der Israel verwirrt? (1. Kön. 18, 17b)
Das Volk
Du bist’s, Elias, du bist’s, der Israel verwirrt! (frei)
Elias
Ich verwirrte Israel nicht, sondern du, König, und deines Vaters Haus,
damit, daß ihr des Herrn Gebot verlaßt und wandelt Baalim nach. Wohlan!
So sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg
Carmel, und alle Propheten Baals, und alle Propheten des Hains, die vom
Tische der Königin essen: Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist. (1.
Kön. 18, 18-19)
Das Volk
Da wollen wir sehn, ob Gott der Herr ist. (1. Kön. 18, 39)
Elias
Auf denn, ihr Propheten Baals, erwählet einen Farren, und legt kein Feuer
daran, und rufet ihr an den Namen eures Got-tes, und ich will den Namen
des Herrn anrufen; welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei
Gott. (1. Kön. 18, 23-24)
Das Volk
Ja, welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott (1. Kön 18,
24)
Elias
Rufet euren Gott zuerst, denn eurer sind viele! Ich aber bin allein übrig
geblieben, ein Prophet des Herrn. (1. Kön. 18, 22) Ruft eure Feldgötter
und eure Berggötter! (aus 1. Kön 18, 6)
Chor
Propheten Baals
Baal, erhöre uns! Wende dich zu unserm Opfer, Ball, erhöre uns! (1. Kön.
18, 26)
Höre uns, mächtiger Gott! Send’ uns dein Feuer und vertilge den Feind!
(Psalm 8, 3)
Rezitativ und Chor:
Elias
Rufet lauter! Denn er ist ja Gott: Er dichtet, oder er hat zu schaffen,
oder er ist über Feld, oder schläft er vielleicht, daß er aufwache! Rufet
lauter, rufet lauter! (1. Kön. 18, 27b)
Propheten Baals
Baal, erhöre uns, wache auf! Warum schläfst du? (1. Kön. 18, 26)
Rezitativ und Chor:
Elias
Rufet lauter! Er hört euch nicht! Ritzt euch mit Messern und mit Pfriemen
nach eurer Weise. (frei - 1. Kön. 18, 28)
Hinkt um den Altar, den ihr gemacht, rufet und weissagt! Da wird keine
Stimme sein, keine Antwort, kein Aufmerken. (1. Kön. 18, 29)
Propheten Baals
Baal! Gib Antwort, Baal! Siehe, die Feinde verspotten uns! (frei)
Elias
Kommt her, alles Volk, kommt her zu mir (1. Kön. 18, 30)
Arie - Elias
Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laßt heut kund werden, daß du
Gott bist und ich dein Knecht. Herr, Gott Ab-rahams! Und daß ich solches
alles nach deinem Worte getan! Erhöre mich, Herr, erhöre mich! Herr, Gott
Abrahams, Isaaks und Israels, erhöre mich, Herr, erhöre mich! Daß dies
Volk wisse, daß du der Herr Gott bist, daß du ihr Herz da-nach bekehrest!
(1. Kön. 18, 36-37)
Quartett
Wirf dein Anliegen auf den Herr, der wird dich versorgen, und wird den
Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. (Psalm 55, 23)
Denn seine Gnade reicht so weit der Himmel ist, (Psalm 108, 5)
und keiner wird zuschanden, der seiner harret. (Psalm)
Rezitativ mit Chor:
Elias
Der du dein Diener machst zu Geistern, und dein Engel zu Feuerflammen,
sende sie herab! (Psalm 104, 4)
Das Volk
Das Feuer fiel herab! Feuer! (nach 1. Kön. 18, 38a)
Die Flamme fraß das Brandopfer! (frei) Fallt nieder auf euer Angesicht!
Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Der Herr, unser Gott, ist ein
einiger Herr, und des sind keine anderen Götter neben ihm. (1. Kön. 18,
38b)
Elias
Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne, führt sie hinab an
den Bach und schlachtet sie daselbst! (1. Kön. 18, 40)
Das Volk
Greift die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne! (1. Kön. 18, 40a)
Arie Elias
Ist nicht des Herrn Wort wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen
zerschlägt? Sein Wort ist wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen
zerschlägt. (nach Jer. 23, 29 variiert)
Gott ist ein rechter Richter, und ein Gott, der täglich droht, will man
sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt, und seinen Bogen
gespannt und zielet! (Psalm 7, 12-13)
Arioso - Alt
Weh ihnen, daß sie von mir weichen! Sie müssen verstöret werden, denn sie
sind abtrünnig von mir geworden. Ich wollte sie wohl erlösen, wenn sie
nicht Lügen wider mich lehrten. Ich wollte sie wohl erlösen, aber sie
hören es nicht. Weh ihnen! Weh ihnen! (Hosea 7, 13)
WUNDER DES REGENS
Rezitativ mit Chor
Obadjah
Hilf deinem Volk, du Mann Gottes! (frei) Wes ist doch ja unter der Heiden
Götter keiner, der Regen könnte geben: So kann der Himmel auch nicht
regnen; denn Gott allein kann solches alles tun. (nach Jer. 14, 22)
Elias
O Herr! Du hast nun deine Feinde verworfen und zerschlagen! (nach Chron.
6, 24; 5. Mos. 28,7)
So schaue nun vom Himmel herab und wende die Not deines Volkes. (nach
Jes. 63, 15)
Öffne den Himmel und fahre herab. (frei)Hilf deinem Knecht, o du mein
Gott. (nach 1. Kön. 8, 28ff)
Das Volk
Öffne den Himmel und fahre herab. Hilf deinem Knecht, o du mein Gott!
(nach 1. Kön. 8, 28ff)
Elias
Gehe hinauf, Knabe, und schaue zum Meere zu, ob der Herr mein Gebet
erhört. (nach 1. Kön. 18, 43)
Der Knabe
Ich sehe nichts; der Himmel ist ehern über meinem Haupte. (nach 1. Kön.
18, 43)
Elias
Wenn der Himmel verschlossen ist, weil sie an dir gesündigt haben, und
sie werden beten und deinen Namen bekennen und sich von ihren Sünden
bekehren, so wollest du ihnen gnädig sein. Hilf deinem Knecht, o du, mein
Gott! (nach 2. Chron. 6, 26 und 1. Kön. 8, 35-36)
Das Volk
So wollest du uns gnädig sein, hilf deinem Knecht, o du, mein Gott (nach
2. Chron. 6, 27)
Elias
Gehe wieder hin und schaue dem Meere zu. (1. Kön. 18, 43b)
Der Knabe
Ich sehe nichts; die Erde ist eisern unter mir! (frei)
Elias
Rauscht es nicht, als wollte es regnen? Siehest du noch nichts vom Meer
her? (frei)
Der Knabe
Ich sehe nichts! (1. Kön. 18, 43c)
Elias
Wende dich zum Gebet deines Knechts, zu seinem Fleh’n, Herr! Herr, du
mein Gott! Wenn ich rufe zu dir, Herr, mein Gott, so schweige mir nicht!
Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit. (nach 1. Kön. 8, 28 und 2. Chron
6, 19a)
Der Knabe
Es gehet eine kleine Wolke auf aus dem Meere, wie eines Mannes Hand; der
Himmel wird schwarz von Wolken und Wind; es rauscht stärker und stärker!
(nach 1. Kön. 18, 44 u. 45a und Psalm 106, 1)
Das Volk
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. (Psalm 106, 1)
Elias
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet
ewiglich!. (Psalm 106, 1)
Chor
Das Volk
Dank sei dir Gott, du tränkest das durst’ge Land! (frei)
Die Wasserströme erheben sich, sie erheben ihr Brausen. Die Wasserwogen
sind groß und brausen gewaltig. Doch der Herr ist noch größer in der
Höhe. (nach Psalm 93, 3-4)
Zweiter Teil
MAHNUNG UND ZUSPRUCH
Arie - Sopran
Höre, Israel, höre des Herren Stimme! Ach, daß du merkest auf sein Gebot!
(nach 5. Mos. 6, 4 u. 8, 20)
Aber wer glaubt unserer Predigt, (Jes. 48, 18)
und wem wird der Arm des Herr geoffenbart? (Jes., 53,1)
Rezitativ
So spricht der Herr, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zum Knecht, der
unter den Tyrannen ist, so spricht der Herr: (Jes. 49, 7)
Arie
Ich bin euer Tröster. (Jes. 51, 12) Weiche nicht, denn ich bin dein Gott!
(Jes. 41, 10)
Ich stärke dich! Wer bist du denn, daß du dich vor Menschen fürchtest,
die doch sterben? Und vergissest des Herrn, der dich gemacht hat, der den
Himmel ausbreitet und die Erde gegründet. Wer bist du denn? (Jes. 51, 12
u. 13)
Chor
Fürchte dich nicht, spricht unser Gott, (Jes. 41, 10) fürchte dich nicht,
ich bin mit dir, ich helfe dir! Denn ich bin der Herr dein Gott, der zu
dir spricht: Fürchte dich nicht! (Jes. 41, 13)
Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehentausend zu deiner Rechten, so
wird es doch dich nicht treffen. (Psalm 91, 7)
BEDROHUNG UND RÜCKZUG DES ELIAS
Rezitativ mit Chor
Elias
Der Herr hat dich erhoben aus dem Volk und dich zum König über Israel
gesetzt. (nach 1. Kön. 14, 7)
Aber du, Ahab, hast übel getan über alle, die vor dir gewesen sind. (1.
Kön. 14, 9 u. 16, 30)
Es war dir ein Geringes, daß du wandeltest in der Sünde Jerobeams, und
machtest dem Baal einen Hain, (1. Kön 16, 31-33) den Herrn, den Gott
Israels zu erzürnen; du hast totgeschlagen und fremdes Gut genommen! (1.
Kön. 21, 19)
Und der Herr wird Israel schlagen, wie ein Rohr im Wasser bewegt wird,
und wird Israel übergeben um eurer Sünde willen. (1. Kön 14, 15-16)
Die Königin
Habt ihr’s gehört, wie er geweissagt hat wider dieses Volk? (nach Jer.
26, 11)
Das Volk
Wir haben es gehört! (frei)
Die Königin
Wie er geweissagt hat wider den König in Israel? (nach Jer. 26, 11)
Das Volk
Wir haben es gehört (frei)
Die Königin
Warum darf er weissagen im Namen des Herrn? (nach Jer. 26, 9 u. 11, 21)
Was wäre für ein Königreich in Israel, wen Elias Macht hätte über des
Königs Macht? (1. Kön 21, 7)
Die Götter tun mir dies und das, wenn ich nicht morgen um diese Zeit
seiner Seel tue, wie dieser Seelen einer, die er geop-fert hat am Bache
Kison. (1. Kön. 19, 2b-c u. 1. Kön 18, 40)
Das Volk
Er muß sterben! (frei)
Die Königin
Er hat die Propheten Baals getötet. (frei)
Das Volk
Er muß sterben
Die Königin
Er hat sie mit dem Schwert erwürgt. (nach 1. Kön. 19, 1, 10, 14)
Das Volk
Er hat sie erwürgt. (frei)
Die Königin
Er hat den Himmel verschlossen. (sehr frei nach 1. Kön, 8, 35)
Das Volk
Er hat den Himmel verschlossen. (frei)
Die Königin
Er hat die teure Zeit über uns gebracht. („teuer“ Zeit nach 1. Mos. 41,
27; Jer. 14, 1)
Die Königin
So ziehet hin und greift Elias, (Jer. 26, 11) er ist des Todes schuldig.
Tötet ihn, laßt uns ihm tun, wie er getan hat. (Matth. 26, 66)
Chor
Das Volk
Wehe ihm, er muß sterben! Warum darf er den Himmel verschließen? Warum
darf er weissagen im Namen des Herren? (frei nach Jer. 26, 11)
Dieser ist des Todes schuldig! Wehe ihm., er muß sterben, denn er hat
geweissagt wider diese Stadt, wie wir mit unsern Ohren gehört. So ziehet
hin, greifet ihn, tötet ihn! (frei)
Rezitativ - Obadjah
Du Mann Gottes, laß meine Rede etwas vor dir gelten (nach 2. Kön. 1, 13)
So spricht die Königin: Elias ist des Todes schuldig; (Jer. 26, 11b)
und sie sammeln sich wider dich, (Psalm 59, 4) sie stellen deinem Gange
Netze, und ziehen aus, daß sie dich greifen, daß sie dich töten! (Psalm
57, 7)
So mache dich auf und wende dich von Ihnen, gehe hin in die Wüste. (1.
Kön. 19, 4)
Der Herr, dein Gott wird selber mit dir wandeln, (5. Mos. 31, 6)
er wird die Hand nicht abtun, noch dich verlassen. Ziehe hin und segne
uns auch! (2. Mos. 12, 32b)
Elias
Sie wollen sich nicht bekehren! (aus Jer. 5, 3) Bleibe hier, du Knabe;
der Herr sei mit euch. (nach 1. Kön. 19, 3) Ich gehe hin in die Wüste!
(1. Kön. 19, 4)
Arie - Elias
Es ist genug! So nimm nun, Herr. meine Seele! Ich bin nicht besser denn
meine Väter. (1. Kön. 19, 4b) Ich begehre nicht mehr zu leben, denn meine
Tage sind vergeblich gewesen. (nach Hiob 7, 16)
Ich habe geeifert um den Herrn, um den Gott Zebaoth, denn die Kinder
Israels haben deinen Bund verlassen, und dein Altäre haben sie
zerbrochen, und dein Propheten mit dem Schwert erwürgt. Und ich bin
allein übriggeblieben; und sie stehen danach, daß sie mir mein Leben
nehmen! Es ist genug! (1. Kön. 19, 10)
So nimm nun, Herr, meine Seele! Ich bin nicht besser denn meine Väter.
Nimm nun, o Herr, meine Seele! (1. Kön 19, 4b - vgl. Jona 4, 3)
Rezitativ - Tenor
Sieh, er schläft unter dem Wacholder in der Wüste, (nach 1. Kön. 19, 4f)
aber die Engel des Herrn lagern sich um die her, so ihn fürchten. (Psalm
34, 7 u. 8)
Terzett - Drei Engel
Hebe deine Augen auf zu den Bergen, von welchen dir Hilfe kommt. Deine
Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen
Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht (Psalm 121,
1-4)
Chor
Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht. (Psalm 121, 4)
Wenn du mitten in Angst wandelst, so erquickt er dich. (Psalm 138,7)
Rezitativ - Ein Engel
Stehe auf, Elias, denn du hast einen großen Weg vor dir! Vierzig Tage und
vierzig Nächte sollst du geh’n bis an den Berg Gottes Horeb. (nach 1.
Kön. 19, 7-8)
Elias
O Herr, ich arbeite vergeblich und bringe meine Kraft umsonst und unnütz
zu. (nach Jes. 49, 4)
Ach, daß du den Himmel zerrissest und führest herab! Daß die Berge vor
dir zerflössen! Daß deine Feinde vor dir zittern müßten durch die Wunder,
die du tust! (Jes. 63, 19b u. 64, 1-2)
Warum lässest du sie irren von deinen Wegen und ihr Herz verstocken, daß
sie dich nicht fürchten? (nach Jes. 63, 17) O daß meine Seele stürbe!
(nach 1. Kön. 19, 4)
Arie - Ein Engel
Sei stille dem Herrn und warte auf ihn; (Psalm 37, 7a)
der wird dir geben, was dein herz wünscht. (Psalm 37, 4b)
Befiehl ihm deine Wege und hoffe auf ihn. (Psalm 37, 5)
Steh ab vom Zorn und laß den Grimm. (Psalm 37, 8)
Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. (Psalm 37, 7a)
Chor
Wer bis an das Ende beharrt, der wird selig. (Mt. 10, 22)
ERSCHEINUNG GOTTES - HIMMELFAHRT DES ELIAS
Rezitativ - Elias
Herr, es wird Nacht um mich, sei du nicht ferne!(Psalm 22, 12-20)
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir! (Psalm 27, 9) Meine Seele dürstet
nach dir, wie ein dürres Land. (Psalm 63, 2)
Der Engel
Wohlan den, gehe hinaus, und tritt auf den Berg vor den Herrn, (1. Kön.
19, 11) denn seine Herrlichkeit erscheint über dir! (Jes. 60, 1; 1. Kön.
19, 3) Verhülle dein Antlitz, denn es naht der Herr. (Hes. 12, 6)
Chor
Der Herr ging vorüber, und ein starker Wind, der die Berge zerriß und die
Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her, (nach 1. Kön. 19, 11-12) aber
der Herr war nicht im Sturmwind.
Der Herr ging vorüber, und die Erde erbebte, und das Meer erbrauste, aber
der Herr war nicht im Erdbeben.
Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht im Feuer.
Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Und in dem Säuseln
nahte sich der Herr. (frei)
Rezitativ - Alt
Seraphim standen über ihm, und einer rief zum andern: (Jes. 6, 2a; 3a)
Quartett mit Chor
Seraphim
Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth. Alle Lande sind seiner
Ehre voll. (Jes. 6, 3b)
Chor und Rezitativ
Geh wiederum hinab! Noch sind übriggeblieben siebentausend in Israel, die
sich nicht gebeugt vor Baal. Gehe wiederum hinab! Tue nach des Herrn
Wort! (nach 1. Kön. 19, 15-18)
Elias
Ich gehe hinab in der Kraft des Herrn! (Psalm 71, 16a)
Du bist ja der Herr! Ich muß um deinetwillen leiden; (Phil. 1, 29) darum
freut sich mein Herz, und ich bin fröhlich: Auch mein Fleisch wird sicher
liegen. (Psalm 16. 9)
Arioso - Elias
Ja, es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber dein Gnade
wird nicht von mir weichen, und der Bund deines Friedens soll nicht
fallen. (Jes. 54, 10)
Chor
Und der Prophet Elias brach hervor wie ein Feuer, und sein Wort brannte
wie eine Fackel. Er hat stolze Könige gestürzt. (2. Kön. 1, 10)
Er hat auf dem Berge Sinai gehört die zukünftige Strafe, und in Horeb die
Rache. (vgl. Mal. 3, 22)
Und da der Herr ihn wollte gen Himmel holen, siehe, da kam ein feuriger
Wagen, mit feurige Rossen, und er fuhr im Wet-ter gen Himmel. (2. Kön. 2,
11)
ERLÖSUNG UND ANKÜNDIGUNG
Arie - Tenor
Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich.
(Mt. 13, 43)
Wonne und Freude werden sie ergreifen. Aber Trauern und Seufzen wird vor
ihnen fliehen. (Jes. 53, 10)
Rezitativ - Sopran
Darum ward gesendet der Prophet Elias, eh’ denn da komme der große und
schreckliche Tag des Herrn: Er soll das Herz der Väter bekehren zu den
Kindern, und das Herz der Kinder zu ihren Vätern; daß der Herr nicht
komme und das Erdreich mit dem Bann schlage. (mal. 3, 23 u. 24)
Chor
Aber einer erwacht von Mitternacht, und er kommt vom Aufgang der Sonne.
(nach Jes. 41, 25ff) Der wird des Herren Na-men predigen und wird über
die Gewaltigen gehen; (nach Jes. 43, 1) das ist sein Knecht, sein
Auserwählter, an welchem seine Seele Wohlgefallen hat. (Jes. 42, 1) Auf
ihm wird ruhen der Geist des Herrn: Der Geist der Weisheit und des
Ver-standes, der Geist des Rats und der Stärke, der Geist der Erkenntnis
und der Furcht des Herrn (Jes. 11, 1 u. 2) Aber einer wacht von
Mitternacht, und er kommt vom Aufgang der Sonne. (Jes. 41, 25)
Quartett
Wohlan alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser, kommt her zu
ihm! (Jes. 55, 1-5) Wohlan alle, die ihr durstig seid, kommt her zu ihm
und neigt euer Ohr, und kommt zu ihm, so wird eure Seele leben. (Jes. 55,
3)
Schlußchor
Alsdann wird euer Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und eure
Besserung wird schnell wachsen; und die Herrlichkeit des Herrn wird euch
zu sich nehmen. (Jes. 58, 8)
Herr, unser Herrscher!
Wie herrlich ist dein Name in allen Landen, da man dir danket im Himmel.
Amen. (Psalm 8, 1 u. 2)
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